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Titelbeschreibung

Charlotte von Sachsen-Meiningen: Bitte verbrennen! - [Geheimbrief aus dem engsten Umfeld von Wilhelm II. von 1903 - Hofkamarilla!]. -

Breslau, 1903. Manuskript: 1 Doppelblatt (Brief): 17,8 x 11,3 cm; 1 Briefumschlag: 9 x 13,9 cm.

Eigenhändiger und 85 Zeilen umfassender Geheimbrief von Charlotte Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, geborene Prinzessin von Preußen, an eine mit Klarnamen nicht genannte Vertraute (Deckname: "Geliebteste Standarte") vom 2. Mai 1903. - Vier eng in Bleistift beschriebene Seiten mit intimen Einblicken in das zutiefst gekränkte Gefühlsleben der Erbprinzessin nach den Umständen des Rücktritts ihres Ehemannes Bernhard III. von Sachsen-Meiningen als Kommandierender General des VI. Armeekorps der Preußischen Armee im Mai 1903 in Breslau. Ausführliche und inhaltlich unverhohlen abfällige und indiskrete Abrechnung mit ihrem Bruder Kaiser Wilhelm II. und dem ihn umgebenden Hofstaat sowie Ausdruck tiefer innerfamiliärer und gesellschaftlicher Kränkung ("Einem solchen Herren, der so schlecht berathen, so nur Neid, Missgunst u. Klatsch u. Kriecher ihn umgeben kann man nicht mehr dienen. [...] Ich bin fertig u. schäme mich, daß mein Bruder so etwas meinem Mann anthun konnte"). - Das private roséfarbene Briefpapier mit dem gekrönten, verschlungenen Monogramm ("CCC") oben links. Daneben mit dem eigenhändig notierten Zusatz: "Bitte den Brief verbrennen". - Eigenhändige Geheimsignatur: "Eine innige Umarmung Ihrer traurigen alten [GG? JJ? ZZ?]". - Mit dem dreifach von unterschiedlicher Hand (Empfängerin, Aufbewahrerin sowie - mit 26 Jahren Verzögerung - Öffnerin des Briefs?) bezeichneten Briefumschlag: "Der Königlichen Hoheit Frau Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen Breslau", dem Zusatz "Verbrennen" sowie "von mir am 2. Juni 1929 geöffnet VL". - - - Prinzessin Victoria Elisabeth Augusta Charlotte von Preußen (1860-1919) war ein Mitglied des Hauses Hohenzollern und durch Heirat Herzogin von Sachsen-Meiningen. Sie war das zweite Kind und die älteste Tochter von Friedrich III. von Preußen und seiner Ehefrau, der britischen Prinzessin Victoria von Großbritannien und Irland. Durch ihre Mutter war sie eine Enkelin der britischen Königin Victoria. Als älteste Schwester des späteren Kaisers Wilhelms II. war sie eng mit dem Kaiserhaus und dem Berliner Hof verbunden. Sie galt als faszinierende, wenn auch schwierige Persönlichkeit, setzte sich mit Hingabe über gesellschaftliche und höfische Konventionen hinweg, liebte Intrigen und war in diverse Skandale verwickelt. Das Thema einer am kaiserlichen Hof bestehenden Günstlingswirtschaft und Nebenregierung durch unverantwortliche Ratgeber im Umfeld Ihres Bruders beschäftigte sie bis in ihre letzten Lebensjahre. Ein tiefer Bruch mit Wilhelm hingegen entstand 1903, nachdem Bernhard zuvor in seiner Eigenschaft als Kommandierender General des VI. Armeekorps einen Befehl erlassen hatte, der sich gegen die Misshandlungem von Soldaten durch Vorgesetzte richtete. Nachdem der Erlass formell zurückgenommen worden war, bat der so gedemütigte und diskreditierte Erbprinz um seinen Abschied. Sein Nachfolger als Kommandierender General wurde Remus von Woyrsch. Bernhard selbst gelangte nicht mehr in die ehemals förderliche Gunst des kaiserlichen Schwagers zurück und wurde erst 11 Jahre später nach dem Tod seiner Vaters Regent des Erzherzogtums Sachsen-Meiningen. - - - Mittig gefaltet. Insgesamt in sehr guter, nahezu tadelloser Erhaltung.


Sachgebiet
Handschriften


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